ein paar meiner 

Gedichte

babam

ich hörte auf zu sprechen.

also schwieg ich, zuerst aus trauer,

dann weil ich vor dir weder denken,

noch sprechen konnte

 

ich fragte mich,

wie vermisst man richtig,

ist es ein gefühl oder eine wahrnehmung?

ein moment oder eine aufnahme,

die du einfängst und nie wieder loslässt?

die du auf händen trägst, gut aufbewahrst,

weil es sie nur einmal gibt?

 

wie vermisst du, leise wenn alles dunkel wird

oder laut während du diese eine melodie hörst?

wie sie dein körper füllt,

wie sie dich begleitet

und immer dann einholt,

wenn sich wege trennen?

 

wieso sprichst du es nicht aus,

weißt du wie man vermisst?

ich verlernte das sprechen,

also fing ich an zu schreiben. - yk

und er hörte sie sagen,

ohne Worte zu benutzen

ohne ein Funkeln zu erkennen

 

weder in ihren Augen,

noch in ihrem Herzen

 

weil sie immer das Herz war,

was er suchte

mit Sehnsucht

 

wenn ihm kalt wurde und

er nicht mehr wusste

was sie spürte, sagte

oder suchte

 

ein Herz,

das beschützt werden muss

dachte er,

ohne es zu verbalisieren

ohne Worte zu benutzen

hörte er sie sagen

 

„ich vermisse dich“ - y.k.

Es wurde leiser als ich dich fragte, im Stillen. Ich fragte dich, ohne dich. Ich pflückte die letzte Blume, sie erinnerte mich an dich. An das Gefühl, dir zu sein. Mit dir, ohne dich, ohne mich. Sie war hell, schwer zu entfalten. Irgendwie zierlich und doch so present. Ich schaute sie mir an, führte sie näher an mein rechtes Auge und schloß das andere. Ich erinnerte mich an deinen Blick, wie du zurück schautest als ich dich fragen wollte. Du warst nicht hier, du bliebst irgendwo auf dem Weg zurück. Ich hätte mich nicht umdrehen sollen, doch ich tat es immer wieder. Wir hatten nie das letzte Gespräch. Nur daran konnte ich denken.

Ich wendete die Blume, die dir so gleich war. Ich drehte sie, bis sie mir aus der Hand fiel. - yk

Leere

 

verborgen im schatten

der ewigen worte

im wahren alleine

ohne grund im boden

 

einsam im heimischen

geheim in einsamkeit

versteckt in freude

gefunden in trauer

 

ohne liebe

für die ewigkeit

in lebloser grundlosigkeit

gefangen im dunklen - y.k.

und ich sehe dich

wie du das erlöschst,

was ich niemals entzünden konnte

 

wie du trotz der narben

mit deinem herzen

durch Feuer gehst

ohne zu klagen

 

wie du bedingungslos

zu mir sprichst

voller liebe

wie eine Schwester

die ich nie hatte  - y.k.

Sein

du bist

du darfst

du kannst

lieben lernen

träume leben

 

ich bin

ich darf

ich kann

schmerzen spüren

leid verdrängen

 

wir sind

wir können

wir müssen

sein

wer wir niemals sein wollten - yk